Mifa meldet Insolvenz an

Mifa, Deutschands größter Fahrrad-Hersteller, hat keine Zeit verloren, nachdem heute morgen bekannt wurde, dass die Halbjahres-Verluste zum 30. Juni der Hälfte des Eigenkapitals entsprechen dürften. Kurz darauf ließ das Unternehmen aus Sangershausen/Sachsen-Anhalt wissen, dass es einen Antrag auf Insolvenz in Eigenverwaltung gestellt hat. Das operative Geschäft der Firma soll von dem Schritt zunächst unberührt bleiben.

Der Antrag wurde unter anderem damit begründet, dass die versprochene Hilfe aus Indien nicht in Sachsen-Anhalt ankam. Mifa teilt mit, dass „ein wesentlicher Bestandteil der Grundlagenvereinbarung, die am 22. August mit der OPM Global B.V., einer Tochtergesellschaft des indischen Fahrradherstellers Hero Cycles Ltd., und der One Square Advisory Services GmbH, dem Gemeinsamen Vertreter aller Anleihegläubiger der MIFA-Anleihe 2013/18 (WKN: A1X25B / ISIN: DE000A1X25B5), zur finanziellen Sanierung der MIFA geschlossen wurde, nicht wie zugesagt umgesetzt werden“ konnte. Mit anderen Worten: Hero, der ursprünglich angenommene neue Herr im Mifa-Haus, ließ am Ende das erforderliche Geld – die Rede ist von mindestens €15 Millionen – nicht fließen. Unter diesen Voraussetzungen hielt der Vorstand des deutschen Traditionsunternehmens den Gang zum Richter für unausweichlich.

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