Puma: Katzen können Pudel nicht ausstehen

Der Bundesgerichtshof hat in einer markenrechtlichen Streitsache dem fränkischen Anbieter Puma Recht gegeben, der sein Logo durch die Parodie eines T-Shirt-Designers durch den Kakao gezogen sah. Der Gestalter nannte seine eigene Marke Pudel und funktionierte die springende Katze in einen Hund um. Nach Abwägung zwischen Markenrechten und künstlerischer Freiheit beurteilten die obersten Richter diesen Spaß als nicht rechtens. Im selben Zug zeigte die Instanz der Marke „Blau“ die gelb-rote Karte. Blau verwendete die Farbe des etablierten Wettbewerbers Nivea.

Je nach Land und Auffassung der Richter gehen solche Fälle nicht immer zwingend zugunsten der großen Markenhersteller aus. Vor Jahren amüsierte sich ein US-amerikanischer Student über die Marke The North Face und vermarktete Textilien unter dem Label „The South Butt“ („Hintern“). Der Outdoor-Ausrüster wusste sich am Ende nicht mehr anders zu helfen und kaufte dem jungen Mann sein eigenes Label schließlich für eine Summe ab, die dem Studenten Spaß gemacht haben dürfte.

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