Medienbericht: Karstadt-Bosse machen ernst mit Kaufhof

Es ist gewiss nichts Neues, dass Benko Retail, operativer Betreiber der Karstadt-Warenhäuser, Appetit hat auf Mitbewerber Galeria Kaufhof. Bereits seit 2011 hat das österreichische Unternehmen immer wieder Interesse an einer Kaufhof-Übernahme angemeldet, was der aktuelle Besitzer, Metro AG, mit Regelmäßigkeit abgelehnt hat. Gleichzeitig ließ Metro gerne durchblicken, dass Kaufhof nicht mehr im strategischen Fokus des Handelsriesen steht.

Nach Darstellung des Handelsblatts hat Benko nun ein formales, schriftliches Angebot bei der Metro eingereicht. Gerüchten zufolge soll der angebotene Kaufpreis bei knapp unter €3 Milliarden liegen, einer Zahl, wo sich auch Kaufhofs Jahresumsatz bewegt. Benko sieht offenbar enormes Potential für einen fusionierten Warenhaus-Konzern, da man sich eine von zwei Firmenzentralen sparen könnte. Auch gibt es in diversen deutschen Innenstädten eine Überlappung bei Standorten, die von beiden Ketten bedient werden.

In der vergangenen Woche kündigte die Karstadt-Führung an, im nächsten Jahr fünf weitere Häuser zu schließen und die Zahl der Geschäfte auf insgesamt 78 abzusenken. Gleichzeitig machte die Geschäftsleitung klar, dass es keine Pläne für weitere Schließungen gäbe. Stattdessen sollen ertragreichere Sortimente – wie zum Beispiel Sportartikel – ausgebaut werden.

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