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Joachim Schröder: Abschied von einem Brückenbauer

Dass Joachim Schröder der zweite Europäer (nach Adi Dassler) war, der mit einem Platz in der Hall of Fame der US-amerikanischen Branchenvereinigung NSGA geehrt wurde, ist ganz gewiss kein Zufall. Denn Schröder war es, der amerikanischen Marken, die teilweise in Europa noch recht unbekannt waren, dazu verhalf, ihre Fläche in den Häusern von Karstadt zu erhalten.

Der Regisseur der sportiven Kategorie im Kaufhaus-Sektor verstand sich als Brückenbauer zwischen verschiedenen Kontinenten und Märkten, was das Angebot des Händlers stets so interessant machte.

Der Sportdirektor bei der Essener Warenhaus-Gruppe war unentwegt bemüht, dem Sortiment eine gewisse Tiefe zu vermitteln. Dies wiederum machte Karstadt in den Neunziger Jahren, und darüber hinaus, zu einem begehrten Anlaufpunkt für Sportbegeisterte in Deutschland.

Es hätte dem Konzern sicher gut getan, auch in anderen Warengruppen einen Schröder zu haben, der darum kämpfte, dass das Angebot in den Regalen stets spannend blieb.

Früh erkannte er die Bedeutung der Spezialisierung für den erfolgreichen Einzelhandel. Die Beteiligung an Golf House ist dafür ein Beleg. Schröder stand dem großen Fachversender und Filialisten im Grünen Sport auch nach seinem Ausscheiden bei Karstadt beratend zur Seite.

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